Diabate Balafonspieler gegen 1980. Der kleine Junge in der Mitte bin ich
Diabate Balafonspieler gegen 1980. Der kleine Junge in der Mitte bin ich

Der allererste Diabate (ursprünglich Dian-baga-te = der Unwiderstehliche) wurde im Sundjata-Epos (13. Jh.) erwähnt*. Wir sind unserem Beruf bis heute treu geblieben und deshalb findet man im Spitzenfeld der modernen westafrikanischen Musik-szene viele Diabates. Die Diabates in Nordwesten des Mande Sprachgebiets (Mali, Senegal) spielen überwiegend Kora(Stegharfe), wir in Südosten (Guinea, Cote d'Ivoire und Burkina Faso) eher Balafon(das westafrikanische Xylophon).

 

Bei uns sind, wie bei vielen afrikanischen Völkern, manche Berufe für bestimmte Clans (Dynastien) vorbehalten – als Privileg und Pflicht gleichzeitig -; die Ausbildung erfolgt strikt intern, Aussenseiter sind nicht zugelassen. "Jeliya" ist einer dieser Berufe. Es werden keine Zeugnisse ausgestellt, der Familienname ist der Nachweis, dass man den Beruf ausüben darf. Das Können muss man lebenslang immer wieder unter Beweis stellen.

 

Die größten Diabate-Balafonisten sind bei den Völkern der Tusia, Sambla und Siamou zu finden.

 

*Siehe David C. Conrad (ed): SUNJATA, Hackett Publishing Company Indianapolis/Cambridge, 2004 (Seiten 46-51)